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4.5. Software-PaketeDie automatische Installation von Software auf Windows Rechnern ist, neben der Installation von Windows Rechnern, eine der Hauptfunktionen des Client-Installers. Zu diesem Zweck kann man über die Oberfläche neue Installations-Skripte erstellen, um diese dann den entsprechenden Rechner-Profilen zuzuweisen und damit auf den Windows Rechnern installieren zu können. Hinweis: Das Erstellen von neuen, eigenen Software-Paketen setzt einiges Grundwissen in Umgang mit sog. "Silent Installern" bzw. der sog. "Unattended Installation" und der Windows Kommandozeile voraus. Achtung: Die vom Client-Installer ausgeführten Befehle werden auf dem Rechner als SYSTEM-Benutzer ausgeführt und haben damit vollen Zugriff auf alle Einstellungen und Dateien. Ein falscher oder unsachgemäß verwendeter Befehl kann das System beschädigen oder unbrauchbar machen.
4.5.1. Liste der Software-PaketeDie Liste der Software-Pakete zeigt einen Überblick, welche Software für die Installation mit dem Client-Installer zur Verfügung steht. Weitere Software-Pakete können jederzeit bei uns bestellt oder selber geschrieben werden.
Das obige Bild zeigt ein paar ausgewählte Software-Pakete mit den verschiedenen Icons, die jeweils eine bestimmte Eigenschaft des entsprechenden Pakets darstellen. Es wird generell zwischen normalen ( 4.5.2. Software-Pakete erstellen oder bearbeitenUm ein neues Software-Paket zu erstellen, klickt man einfach in der ersten Zeile auf den Link "Hinzufügen", woraufhin sich der Paket-Editor mit den Eingabefeldern für die Kopfzeile öffnet. Möchte man hingegen ein bestehendes oder gerade erstelltes Software-Paket bearbeiten, so klickt man in der Liste auf den Namen des Pakets. 4.5.2.1. Die Kopfzeile
Die Kopfzeile der Software-Pakete enthält hauptsächlich Informationen, die für die Software-Installation wichtig sind, aber auch andere Dinge, z.B. ob für die Software eine Lizenz benötigt wird oder aber einen Kommentar. Die einzelnen Felder und ihre Bedeutung im Überblick:
Hat man alle Informationen eingetragen, bestätigt man das Fenster mit einem Klick auf eine der "OK" Schaltflächen. Nachdem sich das Fenster geschlossen hat, kann man nun in der Liste auf den Namen des gerade erstellen Software-Pakets klicken, um den Paket-Editor erneut aufzurufen und die restlichen Einstellungen wie Abhängigkeiten, Kontrollen und Befehle zu konfigurieren. 4.5.2.2. Liste der Rechner-Profile
Die Liste der Rechner-Profile zeigt, zu welchen Rechner-Profilen das ausgewählte Software-Paket hinzugefügt wurde. Die Liste kann nur über den Profil-Editor, nicht aber über den Paket-Editor verändert werden. Solange hier Rechner-Profile aufgeführt sind, kann das Software-Paket nicht gelöscht werden. Mehr dazu unter 4.5.5. Software-Pakete löschen.
4.5.2.3. Liste der UmgebungsvariablenGenau wie die 5.4. Windows Umgebungsvariablen, können die hier aufgelisteten Umgebungsvariablen in den Installations-Befehlen benutzt werden, um gewisse Informationen zur besseren Übersicht aus den Befehlen auszulagern bzw. Software-Pakete dynamisch zu schreiben, so dass sie problemlos von einem Server auf einen anderen übertragen werden können.
Die an dieser Stelle definierten Umgebungsvariablen setzen sich aus drei Teilen zusammen: "ci_", die ID des Pakets und des Variablennamens. Für jedes Paket gibt es eine Umgebungsvariable, die die dem Paket zugewiesene Seriennummer enthält. Diese Umgebungsvariable setzt sich im Gegensatz zu allen anderen nur aus "ci_" und der Paket-ID zusammen und kann nicht gelöscht werden. Über den Link "Hinzufügen" lassen sich ganz einfach neue Umgebungsvariablen hinzufügen. Um die Variablen selbst wiederum möglichst dynamisch zu gestalten, ist es hier möglich, als Wert einige globale Variablen direkt aus der Server-Konfiguration auszulesen.
Mit einem Klick auf "OK" wird die Umgebungsvariable zu dem Software-Paket hinzugefügt und kann ab sofort in den Installations-Befehlen verwendet werden.
4.5.2.4. Liste der AbhängigkeitenAbhängigkeiten sind, wie der Name es schon sagt, dazu da anzugeben, dass ein Paket von einem anderen abhängt. Ein Paket, das von einem anderen abhängt, wird so lange nicht installiert, bis alle Abhängigkeiten installiert wurden. Der Client-Installer installiert deshalb alle Abhängigkeiten eines Paketes automatisch, auch wenn sie nicht direkt dem Rechner-Profil zugeordnet wurden.
Um eine Abhängigkeit hinzuzufügen, wählt man einfach das entsprechende Software-Paket aus dem Auswahlmenü aus und klickt auf "Hinzufügen".
4.5.2.5. Liste der DownloadsMit Hilfe der Downloads können die Setup-Programme halb-automatisch direkt aus dem Internet heruntergeladen werden und müssen nicht manuell auf dem Server hinterlegt werden. Um alle Programme herunterzuladen, muss als root auf dem Server das Programm
Über den Link "Hinzufügen" können neue Downloads hinzugefügt werden.
Um einen neuen Download hinzuzufügen, werden zwingend eine Quelle und ein Ziel benötigt. Die Felder MD5-Prüfsumme und Entpacken sind optional. Die Bedeutung der einzelnen Felder wird im Folgenden genauer erläutert:
4.5.2.6. Liste der KontrollenDie Kontrollen werden benutzt um festzustellen, ob eine Software bereits auf einem Rechner installiert ist oder nicht. Damit eine Software als installiert erkannt wird, müssen alle hier aufgelisteten Kontrollen erfüllt werden. Trifft nur eine Kontrolle nicht zu, gilt die Software als nicht installiert. Außerdem können hier keine regulären Ausdrücke und Wildcards benutzt werden und es muss ggf. auf Groß- und Kleinschreibung geachtet werden.
Es wird grundsätzlich zwischen drei verschiedenen Kontrolltypen unterschieden: Datei, Registrierung und Deinstallation. Jede dieser Typen hat wiederum eigene Untertypen, mit denen man verschiedene Dinge überprüfen kann.
4.5.2.7. Liste der Befehle
Bei den Befehlen wird zwischen drei verschiedenen Typen unterschieden: Installation, Update und Deinstallation. Alle Befehle einer Gruppe werden in der angezeigten Reihenfolge ausgeführt. Die Installations-Befehle dienen zur Installation der Pakete und werden ausgeführt, wenn das Paket auf dem Rechner noch nicht installiert ist. Über die Update-Befehle wird eine Software geupdatet, die bereits mit dem Client-Installer auf einem Rechner installiert wurde. Abhängig von dem verwendeten Installer können die Update-Befehle und die Installations-Befehle identisch sein. Mit Hilfe der Deinstallations-Befehle kann eine Software, die mit dem Client-Installer auf einem Rechner installiert wurde, wieder deinstalliert werden. Um die Befehle für verschiedene Windows-Versionen und Sprachen kompatibel zu halten, ist es hier möglich die 5.4. Windows Umgebungsvariablen zu benutzen. Auch die oben definierten Umgebungsvariablen können hier verwendet werden, um beispielsweise Seriennummern, den Schulnamen oder andere Werte in den Befehlen nutzen zu können, ohne sie jedes Mal wieder eingeben zu müssen.
Da alle gängigen Installer verschiedene sogenannte Exitcodes zurückgeben, abhängig davon, ob die Installation erfolgreich oder nicht erfolgreich war, gibt es die Möglichkeit eben diese Exitcodes auszuwerten und in Abhängigkeit dieser einen Neustart auszuführen, oder nicht. Im Normalfall bedeutet der Exitcode "0", dass die Installation erfolgreich war und alle anderen Exitcodes, dass etwas schiefgelaufen ist. Es gibt allerdings einige Installer, die bei erfolgreicher Installation andere Exitcodes als "0" zurückgeben. Sollten also keine zusätzlichen Exitcodes ausgewertet werden müssen, so braucht man hier auch keinerlei Exitcodes eingeben. Die Felder Neustart Exitcodes und Kein Neustart Exitcodes bestimmen, bei welchen Exitcodes der Rechner automatisch neu gestartet werden soll bzw. nicht. Alle hier angegebenen Exitcodes werden als "erfolgreiche" Ausführung interpretiert. MSI-Pakete geben beispielsweise den Exitcode "3010" zurück, wenn die Installation erfolgreich war, aber ein Neustart erforderlich ist. In diesem Fäll würde man den Exitcode "3010" in das Feld "Neustart Exitcodes" eintragen. Das Feld Zeitüberschreitung gibt an, wie viele Sekunden gewartet werden soll, bevor die Deployment-Software davon ausgeht, dass der Befehl nicht erfolgreich war und mit dem nächsten Befehl weitermacht. In 99% der Fälle wird dieses Feld nicht benötigt.
Die Befehle jedes Typs werden in der Reihenfolge ausgeführt, wie sie in der Weboberfläche angezeigt werden. Um die Reihenfolge von Befehlen zu verändern, genügt ein einfacher Klick auf die Pfeile ( 4.5.3. Software-Pakete importierenÜber den Link "Paket-Definitionen importieren" in der ersten Zeile der Paket-Liste gibt es die Möglichkeit, fertige Software-Pakete im XML-Format zu importieren. Hat man beispielsweise mehrere Server zu verwalten, so muss man das Paket nicht auf jedem Server über den Paket-Editor eingeben, sondern kann es auf einem Server exportieren und auf den anderen einfach importieren.
Beim Importieren sollte darauf geachtet werden, dass die eingegebenen XML-Daten wirklich valid sind, da sonst möglicherweise nur ein Teil der Daten importiert werden kann. 4.5.4. Software-Pakete exportierenUm einzelne oder mehrere Software-Pakete im XML-Format zu exportieren, markiert man in der Paketliste einfach die Auswahlboxen der gewünschten Software-Pakete und klickt am Ende der Liste auf die Schaltfläche "Exportieren". In der ersten Zeile findet sich nun ein Link "Paket-Definitionen herunterladen", über den man nun die XML-Datei herunterladen kann.
Die mit dieser Funktion exportierten Paket-Definitionen können problemlos auf einem anderen IServ wieder importiert werden. 4.5.5. Software-Pakete löschenSelbstverständlich kann man die eingetragenen Software-Pakete auch wieder löschen, solange sie nicht schreibgeschützt sind. Um ein Paket zu löschen, muss man nur die entsprechende Auswahlbox auswählen, auf die Schaltfläche "Löschen" klicken und den Bestätigungsdialog mit "OK" bestätigen. Hinweis: Beim Löschen von Software-Paketen muss darauf geachtet werden, dass das zu löschende Paket keinem Rechner-Profil mehr zugeordnet ist. Mehr dazu unter 4.5.2.2. Liste der Rechner-Profile.
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